Eigentlich wollte ich nur eine Kaffeemaschine googeln

Bild: KI-generiert

Manchmal führt eine Google-Suche ganz woanders hin

Die Kaffeemaschine hatte ihre besten Tage hinter sich. Mal lief der Kaffee zu langsam durch, mal gar nicht. Also machte ich das, was wahrscheinlich die meisten von uns tun: Ich öffnete Google und tippte „Kaffeemaschine Testsieger“ ein.

Zehn Minuten später hatte ich noch keine neue Kaffeemaschine gefunden.

Dafür wusste ich plötzlich, was ChatGPT ist, warum immer mehr Menschen mit Künstlicher Intelligenz arbeiten und dass es inzwischen Berufe gibt, von denen ich vorher noch nie gehört hatte.

Ich musste über mich selbst lachen. Eigentlich wollte ich doch nur guten Kaffee.

Es ist nicht die Arbeit, die plötzlich schwer geworden ist

Wer schon viele Jahre arbeitet, kennt seinen Beruf. Vieles geht schneller als früher. Manche Probleme lösen sich inzwischen fast von allein, weil man ihnen schon zum zehnten Mal begegnet.

Eigentlich müsste sich der Arbeitsalltag also leichter anfühlen.

Und trotzdem passiert etwas Merkwürdiges.

Die Dinge, die früher einfach zum Job gehörten, fallen plötzlich mehr auf. Das Meeting, das auch eine E-Mail hätte sein können. Der Termin, der zehn Minuten dauert und trotzdem eine ganze Stunde blockiert. Die Aufgabe, bei der man sich fragt, warum sie eigentlich zum dritten Mal besprochen werden muss.

Das hat nichts mit schlechter Laune zu tun.

Es ist eher, als würde der Blick mit den Jahren schärfer werden. Man erkennt schneller, was wirklich wichtig ist – und was einfach nur Zeit kostet.

Früher hätte ich das einfach wieder weggeklickt

Noch vor ein paar Jahren hätte ich einen Artikel über KI wahrscheinlich sofort geschlossen. Das klang alles nach Technik, Programmieren und einer Welt, mit der ich nichts zu tun hatte.

Diesmal blieb ich.

Nicht, weil ich plötzlich Expertin werden wollte. Sondern weil ich merkte, dass mich diese neue Welt neugierig machte.

Vielleicht kennt man das. Man liest einen Satz, klickt auf den nächsten Artikel, schaut sich noch ein Video an – und plötzlich ist eine Stunde vergangen.

Die Kaffeemaschine war längst vergessen.

Frau informiert sich am Laptop über ChatGPT und digitale Möglichkeiten und genießt einen ruhigen Moment mit einer Tasse Kaffee.

Irgendwann wird Neugier wichtiger als Perfektion

Früher wollte ich bei Google vor allem schnelle Antworten. Heute ertappe ich mich dabei, dass ich manchmal einfach weiterlese.

Was ist eigentlich ChatGPT?

Wie funktioniert Künstliche Intelligenz?

Kann man damit wirklich arbeiten?

Nicht, weil ich morgen alles verändern möchte. Sondern weil ich verstehen möchte, was gerade um mich herum passiert.

Vielleicht ist das etwas, das sich im Laufe der Zeit verändert. Man muss nicht mehr überall die Erste sein. Aber man möchte trotzdem den Anschluss nicht verlieren.

Die digitale Welt fühlt sich plötzlich gar nicht mehr so weit weg an

Das Überraschende ist gar nicht die Technik.

Es ist das Gefühl, dass sie inzwischen ganz selbstverständlich zum Alltag gehört.

Freundinnen erzählen von ChatGPT. Die Kinder fragen schnell eine KI statt eine Suchmaschine. In den Nachrichten geht es ständig um neue Möglichkeiten. Und selbst beim Online-Shopping tauchen plötzlich Funktionen auf, die vor ein paar Jahren noch wie Science-Fiction geklungen hätten.

Irgendwann merkt man: Diese Welt findet nicht irgendwann statt.

Sie ist längst da.

Die Kaffeemaschine habe ich übrigens auch gekauft

Sie macht guten Kaffee. Viel besser als die alte.

Aber an diesem Nachmittag habe ich noch etwas anderes mitgenommen.

Die Erkenntnis, dass Neugier kein Alter kennt.

Manchmal beginnt sie einfach mit einer ganz normalen Google-Suche. Und ehe man sich versieht, entdeckt man Themen, von denen man nie gedacht hätte, dass sie einen einmal interessieren würden.


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Frau um die 55 sitzt mit Lesebrille, Laptop und einer Tasse Kaffee am Küchentisch und blickt nachdenklich aus dem Fenster, während sie über neue digitale Möglichkeiten nachdenkt.

Ich bin Biggi

Mit über 50 wurde die Frage nach später für mich konkreter. Ich arbeite weiterhin ganz normal in meinem Job, aber bei der Rente ist mir ein „wird schon reichen“ inzwischen zu wenig.

Seit 2023 probiere ich nebenbei digitale Möglichkeiten aus, teste Ideen und schaue, was sich neben Job und Alltag wirklich umsetzen lässt.

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